{"id":24,"date":"2026-10-12T20:13:53","date_gmt":"2026-10-12T18:13:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/?page_id=24"},"modified":"2026-10-12T21:30:15","modified_gmt":"2026-10-12T19:30:15","slug":"meine-vergangenheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/?page_id=24","title":{"rendered":"Meine Vergangenheit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung in Kokura, Kitakyushu (1970-1973)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"364\" src=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_kokura.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58\" srcset=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_kokura.jpg 300w, https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_kokura-247x300.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich 3 Jahre alt war, sind wir von Kokura Kitakyushu-Shi nach Yukuhashi-shi umgezogen. Ich erinnere mich nicht mehr, wie ich in Kokura gelebt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&lt; back to the routes &gt;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1998 war ich kurz in Japan und wollte unbedingt den Ort sehen, wo ich die ersten 3 Jahre gelebt habe und bin mit dem Auto dort hingefahren. Die Wohnung in Shimo-Itouzu, Kokura ist in der N\u00e4he vom Zoo &#8222;Itozu-Dobutsuen&#8220;. Je n\u00e4her ich der Wohnung kam, desto st\u00e4rker wurden die Erinnerungen wach. Ich erinnerte mich, wie ich mit meiner Mutter vom Einkauf berghoch gelaufen war und das ich von einer Mauer in ein Wasserkanal gefallen war und so weiter&#8230;.. Aber was f\u00fcr eine Entt\u00e4uschung: die Wohnung im 5. Stock war sehr alt und nicht gut gepflegt. Auch der Spielplatz war kleiner geworden, bzw. ich bin seit dem gr\u00f6\u00dfer geworden. Auf dem R\u00fcckweg habe ich lange \u00fcber die vergangenheit nachgedacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung meiner Kinderzeit (1970-1989)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt Yukuhashi-shi, Fukuoka liegt zwischen den Bergen und dem Meer und hat ca. 60.000 Einwohner. Es gibt eine sehr gute Zugverbindung zur Millionstadt &#8222;Kitakyushu-Shi&#8220; in ca. 30 Minuten Fahrzeit mit der JR-Kyushu, Nippou-Honsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Grundschule war ich t\u00e4glich unterwegs mit Freunden oder zum Kendo-Training. Auch habe ich den Nr. 1 Sport in Japan, Baseball betrieben. Unser Baseball-Team war immer sehr stark bei den Wettk\u00e4mpfen. Es gab ein merkw\u00fcrdiges Denkmal von Tojo Hideki (\u6771\u6761 \u82f1\u6a5f), Minister Pr\u00e4sident und General im 2. Weltkrieg, an der Einfahrt zu meiner Grundschule. Es ist ein sehr gro\u00dfes Steinmauerwerk und sollte mindest ein paar Tonen wiegen. Allerdings wei\u00df ich nicht warum dieses Denkmal noch in der Schule platziert war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Junior-Highschool habe ich Kendo betrieben und war gleichzeitig im Jogging-Club von der Schule. Neben t\u00e4glichem joggen bin ich oft 5km in etwa 16 Minuten und 50 Sekunden gelaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung des Kendo (1978-1984)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"218\" height=\"240\" src=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/kinderkendo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum ich Kendo angefangen habe, ist es nicht ganz nachfohlziehierbar, aber ich glaube, weil viele meiner Freunde auch mit Kendo angefangen haben. Meine st\u00e4rkste Erinnerung an des Kendo ist Kangeiko (Winter-Training). Jedem Tag bin ich gegen 5:30 Uhr mit dem Fahrrad ca. 5km zum Dojo gefahren und zwischen 6 und 7 Uhr mit offenen Fenster trainiert. Meine F\u00fc\u00dfe waren eisgefroren, da wir Barfuss auf dem unisolierten Boden und manchmal sogar auf dem Schnee trainiert haben. Oft habe ich nach dem Training meiner F\u00fc\u00dfe in eine Schussel mit normalem Leitungswasser von etwa 10\u00b0C reingesteckt und gewartet bis die F\u00fc\u00dfe auftauten. Es hat gejuckt durch das wieder langsam flie\u00dfende Blut. Im Winter hatte ich immer an den F\u00fc\u00dfen Risse gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom 31.Dezember auf 1. Januar besuchten wir einen Schrein und w\u00fcnschen Gesundheit und Erfolg. Es ist eine sehr sentimentale Atomosph\u00e4re, in etwa wie die Weihnachtszeit in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind mit der vollen Kendo-Ausr\u00fcstung ca. 5km zum Schrein gelaufen und haben gemeinsam vor dem Gott etwas f\u00fcr uns selbst gew\u00fcnscht. Ich war ein sehr emotionales Kind und habe mich beim Wettkampf fast tot geweint, da ich nie den 1. Platz bekommen habe. Ich konnte einfach nicht verlieren, habe aber leider immer nur den 3. Platz erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1984 habe ich die Pr\u00fcfung zum 1. Dan bestanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>&nbsp;Erinnerung an Kato Sensei (7.Dan Kendo) 1999 gestoben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kato Sensei war damals schon 51 &#8211; 57 Jahre alt und leitete das Privat-Dojo Kyo-Shin-Kann (Zusammen-Motivieren-Dojo). Er hat viele Kinder zwischen 6 und 18 Jahre im Kendo unterrichtet. Wir waren nat\u00fcrlich etwas kleiner und energievoller als er, aber wir sind oft einfach gegen die Wand geflogen oder auf die Schnauze gefallen, wenn man die Konzentration verloren hatte. Er war ein sehr strenger Sensei in Rei und Moral und hat nie halb Sachen gemacht. Nach dem Training war er sehr freundlich und nett, wie ein &#8222;normaler&#8220; alter Mann. Wir haben alle starken Willen, Konzentration, Geduld und Reflektion bei ihm gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung des Kyudo im Highschool (1986-1989)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ca. 6 Jahren Kendo-\u00dcben wollte ich unbedingt was Neues anfangen wegen folgender Gr\u00fcnde:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Beim Wettk\u00e4mpfen habe ich immer den 3. Platz bekommen und wollte aus Ehrgeiz eine h\u00f6here Platzierung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. um dieses Ziel zu erreichen wollte ich ein Sportart w\u00e4hlen, welche man erst ab der Highschool anf\u00e4ngt = also gleiche Startbedingungen hat<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. eine Budo-Sportart, bei der nicht nur k\u00f6rperliche, sondern auch geistige Leistung gefragt ist<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. wie im Kendo wollte ich etwas mit Waffen zu tun haben<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. die Vorf\u00fchrungen haben mir gut gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir waren die 5. Generation des Kyudo-Club in der Highschool und ich ware in meinem 2. Jahr Club-Leiter. Unser Dojo war nur ein St\u00fcck feld mit einem Sandh\u00fcgel auf dem Trainingsplatz. es war total abh\u00e4ngig vom Wetter und hatte im Vergleich zu den anderen Highschools miserable Trainingsbedingungen. In den Sommerferien oder kurz vor der Pr\u00fcfung haben wir im echten Lokal-Dojo ge\u00fcbt, wo andere \u00e4ltere Sensei&#8217;s trainiert haben und sind t\u00e4glich mit dem Fahrrat ca. 45 Minuten dorthin gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast t\u00e4glich Montag bis Freitag haben wir morgens eine Stunde, in der Mittagspause eine halbe Stunde, Abends 3-4 Stunden mit \u00fcber 100 Pfeile geschossen. Leider war unsere Kyudo-Lehrer sehr besch\u00e4ftigt und konnte nur beim Wettkampf kommen. Ab unserer Generation haben wir immer gute Ergebnisse beim Lokalwettk\u00e4mpfe gehabt und kamen im Einzel und mit der Mannschaft zum Pr\u00e4fektur-Wettkampf (wie Landeswettkampf in Deutschland). Eine Generation sp\u00e4ter haben wir endlich beim Nationalwettkampf teilgenommen. Nach zwei Jahren haben wir endlich einen Holzboden ohne Dach auf dem Feld bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile steht ein sch\u00f6nes Dojo in der Highschool, aber leider gibt es keine gute Ergebnisse mehr beim Wettkampf, laut Aussage des Kyudo-Lehrers. Ich habe mit anderen zusammen eine fast 2-j\u00e4hige sch\u00f6ne \u00dcbungszeit bis April 1988 gehabt. In der letzten 4 Monate habe ich mit &#8222;Hayake&#8220; (man schie\u00dft ab, bevor den Vollauszug erreicht ist) gek\u00e4mpft. Insgesamt habe ich ca. 30.000 Schu\u00df pro Jahr mit \u00fcber 90% Trefferquote gehabt. Nach 10 Jahren Pause habe ich in Deutschland wieder mit dem Kyudo angefangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung der Universit\u00e4tszeit (1989-1994)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"364\" src=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_tokyo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57\" srcset=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_tokyo.jpg 300w, https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_tokyo-247x300.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Japan mu\u00df man eine Pr\u00fcfung f\u00fcr die Zulassung zur Uni bestehen. Deshalb bin ich nach Tokyo mit dem Zug gefahren. Als der Shinkansen (japanischer ICE) im Bahnhof von Tokyo ankam, habe ich fast einen Kulturschock bekommen. Im Vergleich zu meiner Heimat Yukuhashi ist Tokyo einfach gigantisch und es gibt mehr Menschen, als ich mir je im Leben vorstellen konnte, owohl ich mehrfach im Fernsehen Berichte gesehen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kokubunji-Shi ist ca. 30 Minuten mit dem Zug westlich von Shinjyuku. Dort habe ich meine Unizeit verbracht. In der Unizeit habe ich Wirtschaft &amp; Marketing studiert und dem Shoken-Kenkyukai angeh\u00f6rt, wo man eigentlich B\u00f6rsen- oder W\u00e4hrungssysteme erlernt. Der Grund warum ich dies geschrieben habe ist, weil wir viel Zeit nicht nur daf\u00fcr verbracht haben, sondern viele allgemeine Aktivit\u00e4ten gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab teilweise milit\u00e4rische bzw. altmodische Regeln, wie man mit \u00e4lteren oder jungeren Mensche umging. Nach der offiziellen Schulzeit waren wir zweimal pro Woche zum Abendessen bis fr\u00fch morgens zusammengesessen. Alleine Wohnen in Tokyo ist sehr praktisch, da viele Gesch\u00e4fte durchgehend ge\u00f6ffnet sind, nat\u00fcrlich auch Sonntags. Ich habe auch einige Zeit ungedreht gelebt, in der Nacht gearbeitet und tags\u00fcber geschlafen. Wenn die Sonne aufging, bin ich ins Bett gegangen, am Nachmittag aufgestanden und wieder zur Arbeit gegangen. Es war sicherlich nicht sehr gut f\u00fcr meine Gesundheit, aber jetzt ist mir die Zeit als sch\u00f6ne Erinnerung geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich mich w\u00e4hrend der ersten und der zweiten Unizeit nicht so viel auf das Studium konzentriert habe (ich war mehr au\u00dferhalb der Uni aktiv, wie zum Beispiel bei Teilzeitarbeiten), musste ich die letzten 2 Jahre sehr viel lernen. Allerdings habe ich beide Jahre, vor und nach dem&nbsp;Working Holiday in Kanada, extrem unterschiedlich erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung in Kanada (1990-1991)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"272\" height=\"217\" src=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/kanada_karte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 3. Jahr an der Uni habe ich ein Jahr Pause gemacht welches ich in Kanada verbrachte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ein Programm mit Namen &#8222;Working Holiday&#8220; zwischen Japan und Kanada. Man erh\u00e4lt eine einj\u00e4hrige Aufenthaltsgenehmigung und kann dort frei arbeiten und reisen. Es war das erste Mal, dass ich ins Ausland gereist und mit einem Flugzeug geflogen bin. Als ich im Flughafen in Vancouver angekommen war, habe ich das erst Problem bekommen, weil ich mein Pa\u00df nicht mehr gefunden habe. Ich musste ca. eine Stunden im Wartezimmer vor der Immigration warten, bis die Putzleute im Flugzeug mein Pa\u00df gefunden hatten. Anschlie\u00dfend habe ich bemerkt, da\u00df ich mit meinem gelernten Englisch nicht kommunikationsf\u00e4hig war. Au\u00dfer lesen und schreiben haben wir in der Junior- und Highschool-Zeit nur &#8222;Japanisch-Englisch&#8220; gelernt. Ich war zwischen Mai und Oktober, Februar und M\u00e4rz in Vancouver, zwischen November und Januar in Winnipeg, wo es sehr viel schneit und es sehr kalt ist. Einmal war ich nur im T-Shirt im Schnee unterwegs und habe hinterher erfahren, dass eine Au\u00dfentemperatur von -25\u00b0C herrschte. Da die Luft sehr trocken ist f\u00fchlt es sich unter der Sonne sehr warm an. Meine st\u00e4rkste Erinnerung an Kanada waren die frische Fische und \u00fcberdimensionierte, aber sehr ruhige Landschaften. Au\u00dfer meiner Teilzeitarbeit habe ich oft im Fitnessstudio trainiert und war super Gesund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Arbeit in Japan (1994-1995)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Unizeit wurde ich bei der Firma Sanko Trading Co. Ltd. angestellt, die industrielle Materialen und Maschinen ins Ausland exportiert und Textilen aus dem Ausland importiert. Diese Firma ist von Otemachi nach Shin-Nihonbashi umgezogen und hat den Firmennamen in Sanko International Co. Ltd. umge\u00e4ndert. Was mich stark an Tokyo erinnere ist der &#8222;Saringiftgas-Anschlag&#8220;. Am 8.M\u00e4rz 1995 war ich um 7:00 mit im Zug nach Shin-Nihonbashi zur Arbeit gefahren. Als ich fast dort war, habe ich eine Nachricht \u00fcber eine Versp\u00e4tung der anderen U-Bahn-Linien geh\u00f6rt. Mein Zug war fast p\u00fcnktlich, aber total voll gegen 8:30 Uhr in Shin-Nihonbashi angekommen. Kurz danach habe ich \u00fcberall Sirenen von Polizei und Feuerwehr in den Strassen geh\u00f6rt. Bis Mittags wusste ich nicht was in der U-Bahn passiert war. Es war die ber\u00fchmte Saringiftgas-Attacke in Tokyo. Dieses Giftgas wurde gegen 8 Uhr in allen U-Bahn Linien, die an den Stationen Kasumigaseki und Nagatacho vorbei fahren verteilt. Viele Menschen wurden verletzt. Zum Gl\u00fcck war meine U-Bahn die Hanzomon-Linie nicht \u00fcber diese Bahnhof gefahren. An diesem Abend haben wir extra bis sp\u00e4t in die Nacht in der Stadt Tokyo Bier getrunken, weil wir nicht mit dem vergifteten Zug nach Hause fahren wollten. Nach ca. einem Jahr wurde ich nach Osaka geschickt wegen einer Jobrotation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung in Osaka (1995-1997)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"364\" src=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_osaka.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59\" srcset=\"https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_osaka.jpg 300w, https:\/\/www.shigeyasu-kameo.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/japan_karten_osaka-247x300.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Juni in 1995 bin ich von Tokyo nach Osaka umgezogen. Da es extrem kurzfristig war, musste ich alles innerhalb einer Woche organisieren, von der Wohnungssuche, dem Umzug usw. Die neue Wohnung war in Neyagawashi, ca. 20 Minuten Fahrzeit westlich von Osaka mit der Keihan-Line. Im September habe ich meine deutsche Frau geheiratet. Ich war super begeistert von den Besuchern zur Hochzeitsparty, die aus meiner Heimat, aus Tokyo und auch aus Deutschland gekommen sind. Nach 2 Jahre, am 19. Januar 1997 sind wir zusammen nach Deutschland umgezogen, um bei der Firma von meinem Schwiegervater zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung an Eppstein (1997-2003)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Burgstadt Eppstein liegt im Taunus-Gebiet ca. 20km Nordwest von Frankfurt und ist mit dem Zug in 30 Minuten in Frankfurt erreichbar. Fr\u00fcher kamen viele Leute aus Frankfurt nach Eppstein, um Apfelwein zu trinken. Aus diesem Grund sieht man heute noch viele ungenutzte Speicherh\u00f6hlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hauptstra\u00dfe in Deutschland f\u00fchrt oft um die alte Stadt und deswegen ist es sehr leise und gem\u00fctlich auf dem traditionellen Kopfsteinpflaster zu laufen. Als ich Volkslauf mit der Strecke vom alten Deutschen Meile (ca. 7,42 km) teilgenommen habe, habe ich zwischen Geburtsjahr und Jahrgang verwechselt und dadurch hatte ich die Rekordzeit von 70er Jahrgang aufgestellt.(sp\u00e4ter wurde es korrigiert)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Jahr sp\u00e4ter nach dem Umzug wurde meine Tochter Naomi geborgen. Ende 1997 hatte ich zuf\u00e4llig eine Kyudo-Demonstration beim Budo-Fest gesehen. Seit dem \u00fcbe ich Kyudo nach mehr als 10 Jahre Pause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung an Ruppertshain (2004-2010)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt Ruppertshain liegt auch im Taunus-Gebiet auf dem Berg in der Hanglage, wo der Freiblick nach Skyline Frankfurt und das Flughafen genie\u00dfen kann und rundum am Wald angegrenzt ist. Das Geb\u00e4udekomplex hei\u00dft der Zauberberg und wurde fr\u00fcher als Lungenklinikum genutzt und wird als Wohnungen, Atelier von K\u00fcnstler, Arztpraxis und kreative B\u00fcros genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morgenfr\u00fch wenn der Temperatur sinkt, erscheint Nebelwolke bzw. Nebelmeer je nach Lichtverh\u00e4ltnis. Im unteren Dorf gibt es nur zwei B\u00e4ckerei und Kiosk und deswegen braucht man immer mit dem Auto Einkauf zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Nachbarstadt K\u00f6nigstein gibt es eine Heilquelle, wo frei angezapft werden kann. Seit 2002 unterrichte ich Kyudo in Kyudojo Frankfurt mit Try and Error.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerung an Mettmann (2010-2012)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Neandertal-Stadt Mettmann liegt westlich in 20 Zugminuten von D\u00fcsseldorf im bergischen Land. Wie der Stadtname gibt es ein Museum \u00fcber Menschen-Entstehende Geschichte. Erstmal nach Innenstadt umgezogen, wo direkt am historischen und moderne Markt angegrenzt ist. Die Stadt ist sehr kompakt, aber \u00fcberall in wenigen Schritten erreichbar. Das schmalste Fachhaus wurde in 1648 gebaut und 4 stockig vom historischen Markt und 6 stockig vom Jubil\u00e4umsplatz gesehen. Aus diesem Grund l\u00e4uft man st\u00e4ndig auf der Treppe hoch und unter wenn man zuhause ist. So wurde das Haus nun \u201eFitnisshaus\u201c genannt. Direkt nach dem Umzug gab es keine M\u00f6glichkeit zu kochen, aber es gab den historischen Weihnachtsmarkt vor der T\u00fcr und ich konnte Ern\u00e4hrung dort bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Eindruck \u00fcber Waldniel (2012-)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Waldniel befindet von der Stadt Mettmann gesehen \u00fcber Rhein nach Westen an der Niederl\u00e4ndischen Grenze, wo bis jetzt niedrigste Meeresh\u00f6he in Deutschland ist. Rundum gibt es B\u00e4che, Seen und Sumpfgebiet, welches als Erholungsgebiet bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite ist es verkehrsg\u00fcnstig (Bushaltestelle direkt vor dem Haus) und ideale Einkaufsm\u00f6glichkeiten (vier Superm\u00e4kte innerhalb 200m). So gesehen hat die Stadt zwischen Natur und Lebensqualit\u00e4t eine gute Balance.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir geniessen auch die Einkaufsm\u00f6glichkeit am Sonntag in den Niederlande (Outlet und Altstadt in Roermond).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gebiettypisches Backstein-Haus wurde in 1892 gebaut und innen komplett mit Lehmputz ausgestattet. Zurzeit ist eigene Dojo-Bau im Garten in der Planung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerung in Kokura, Kitakyushu (1970-1973) Als ich 3 Jahre alt war, sind wir von Kokura Kitakyushu-Shi nach Yukuhashi-shi umgezogen. 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